Samstag, 23. Oktober 2010

Der Herbst ist da! Saisongenüsse.

Der Sommer war kurz aber heftig. Dem warmen Wetter nachtrauern hilft nix, jetzt können wir zumindest so richtig schön mit den Herbstgenüssen loslegen.
Hier die tollen Obst und Gemüsesorten, die im Herbst Ihre Hochsaison haben. Also los an die Pfannen, Töpfe, Messer und Teller, jetzt wird bunt auf den Tischen.

Besonders gut schmecken jetzt unsere heimischen Äpfel (mmmhhh...lecker Elstar lässt grüßen) und Birnen.
Die für einige noch unbekannte Frucht - die Quitte - ist wieder da. Ich kann nur emofehlen ein Gelee draus zu zaubern.
Schöne runde dunkelviolette Pflaumen oder die schöne gelbe Variante.
Außerdem natürlich den Klassiker im Herbst - Trauben.
...und auch wenn sie nicht den ganzen Herbst überstehen: die Holunderbeeren.

Einkochen, einmachen, einfrieren und den ganzen Winter über - der auf dem Vormarsch ist - was davon haben.
Der tolle, rosettenförmige und nussige Feldsalat ist auch wieder da. Jetzt bekommt man bis ins nächste Jahr hinein, diese wundervollen, eng beieinanderliegenden kleinen und großen Salatblättchen. Ein Pesto daraus erfreut die Gemüter.
Oldies wie Lauch und Knollensellerie (früher mein absolutes Hassgemüse, jetzt ist es Fenchel - der auch Saison hat). Ein nussiger und fruchtiger Salat daraus hat mich zum Fan gemacht.
Topinambur. damit kann ich mich nicht immer anfreunden. Mir ist die Putzarbeit einfach zu anstrengend. trotzdem wuchert es in meinem Garten und was ich nicht essen bekommen die Kanickel :-)
Schwarzwurzel - auch hier ist es wie mir dem topinambur, allerdings ist der Geschmack einfach klasse.
Kartoffeln (ich kann jedem empfehlen, wenn er ein Stück Garten hat selbst welche anzubauen, das ist ein ganz anderer Geschmack). Meerrettich, lecker, lecker, lecker... Der dicke Kürbis darf nicht fehlen, wobei die kleinen auch super lecker sind - heute gibt es übrigens Kürbisgnocchis (ja, Ihr dürft neidisch sein).
Meine farbige Lieblingsknolle - die rote Bete. Für empfindliche Gemüter empfehle ich Handschuhe.
Und die guten alten Klassiker Wirsing, Möhren, Champignons, Blumenkohl, Rosenkohl, Eisbergsalat, Chicoree (entweder man liebt oder hasst ihn), Endiviensalat und Popeie lässt grüßen: Spinat.
Und damit es auch nicht langweilig wird so ganz ohne Fotos, hier mein heutiges Experiment.
Der absolut beste vollwertige Schokokuchen den die Welt je gesehen hat.
 
 Seht Ihr diesen feucht, weichen Kern? Super saftig. Das ist mein vollwertiger Beitrag zum *moelleux au chocolat* und dazu gab es einen Malzkaffee...mhmmm!

Dienstag, 19. Oktober 2010

Wok - Gemüse (vegan)

Zugegeben, alleine die Zutaten zu bekommen ist gar nicht so einfach (es sei denn man hat einen Asiatischen - Lebensmittelhändler seines Vertrauens) aber wenn man sie denn dann mal hat, wird es einfach - leicht und lecker! Dazu passt natürlich Reis. Wobei ich es einfach gerne als eine Art Salat esse. Wer keinen Wok hat nimmt eine Pfanne - also ein veganes Pfannengemüse :-) Bitte auf die Reihenfolge achten, damit alles schön Bissfest bleibt!


400 g Sojasprossen * 6 Babymaiskölbchen * 300 g Okraschoten * 2 kleine Pak Choi * 2 rote Paprika * 1 Chinakartoffel * 25 g Ingwer * 1 rote Chilischote * 2 Knoblauchzehen * 2 Scharlotten * 3 EL Tahin oder feines Erdnussmus (natürlich ohne Zusäzte) * 1/2 TL Kreuzkümmel * Meersalz * 1 EL Sonnenblumenöl - nativ * evtl. Sojasauce und Erdnüsse 



Scharlotten abziehen und in feine Ringe schneiden.

Knoblauch und Ingwer abziehen bzw. abschaben und fein würfeln.

Die Chinakartoffel schälen und in ganz dünne Juliennestreifen schneiden.
Ich wurde zufällig auf die "Kartoffel" aufmerksam gemacht. Im grunde sieht sie aus wie eine Kreuzung aus Topinambur + Ingwer + einem Igel (die Beschreibung ist doch super!). Sie dient der klebrigen, feuchten Konsistent - geniales Ding!

Paprika entkernen und ebenfalls in Streifen schneiden

Chilischote fein hacken - wer nicht so sehr auf *SCHARF* steht, entkernt die Schote vorher.


Pak Choi gut waschen und einfach in Streifen runterschneiden.

Okraschoten und Mais in ca. 1 - 1,5 cm große Stücke teilen.


Soooo...und nun geht es los!

Den Wok oder die Pfanne mit dem Öl einfetten. Richtig schön heiß werden lassen und dann die Scharlotten, Ingwer, Knoblauch und Chili hineingeben. Unter Rühren leicht anbräunen.
Das Tahin oder Erdnussmus und Kreuzkümmel zugeben und einrühren. Vorsichtig das nichts anbrennt.


Dann die Paprika und den Mais zufügen und unter Rühren die Chinakartoffel zugeben. Weiter Rühren.
Wenn das Gemüse jetzt noch etwas zu Bissfest ist, die Okraschoten zugeben und (Ratet Mal...) rühren.
Die Okraschoten brauchen vielleicht zwei Minuten.


Dann die Sojasprossen und den Pak Choi zugeben und alles verrühren


So! Nun einen Deckel drauf für 5 Minuten und das ganze ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Wer mag, der könnte jetzt noch einen Schuss Sojasauce zugeben und vielleicht Erdnüsse...

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Paprikapesto (vegetarisch oder vegan)

Basilikumpesto kennt jeder, aber dieses Paprikapesto versetzt doch immer wieder ins staunen. Nein, hier ist kein Farbstoff drin - ist alles natürlich :-)
6 rote Paprika * 1 rote Chilischote * 5 - 8 Basilikumblätter * 150 g Mandeln (bei der veganen Variante 200 g) * 1 Knoblauchzehe * natives, gutes Olivenöl * 3 EL Balsamico Bianco * unraffiniertes Meersalz * Pfeffer, frisch gemahlen * für die "Nicht-Veganer" 100 g Parmesan

Mandeln über Nacht in kaltes Wasser legen und am nächsten Tag enthäuten. Das macht mann am besten einen Tag vorher, damit die Mandeln trockenen können. 
 
Paprika und Chili gut waschen, aber nicht entkernen. 
Mit der Spitze eines scharfen Messers, mehrfach in die Haut einstechen - rund herum.
Paprika und Chili auf ein Backblech mit Backpapier setzten und bei 200°C, 20 - 30 Minuten backen. Zwischendurch umdrehen.
Die Haut wirft nach einiger Zeit Blasen und wird braun-schwarz. Das Gemüse ist fertig wenn es richtig schön weich ist.
 
Entweder auf dem Backblech im Ofen auskühlen lassen oder alles in einen Gefrierbeutel tun und darin ausdampfen lassen.

In der Zwischenzeit Parmesan reiben. Für die vegane Variante natürlich nicht.

Nun die ausgedampfen Paprika und die Chilischote von der Haut und den Kernen befreien. Diese Arbeit ist etwas Mühselig und (hmm...wie drückt man das jetzt schön aus...) matschig (???).
Paprika & Chili mit den Basilikumblättern, den Mandeln, dem Knoblauch und dem Balsamico in einem Alleszerkleinerer pürieren. Nicht völlig zu Mus verarbeiten wäre super.
Olivenöl untermengen bis eine schöne Cremigkeit erreicht ist.
 
Den geriebenen Parmesan unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Am besten noch für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit alles gut durchzieht, ggf. noch etwas Olivenöl untermengen 
...und dann lecker auf`s Brot oder zu Nudeln oder als Pizzatopping oder zu gegrilltem Gemüse oder...oder...oder...


Tipp:
Wer keinen Alleszerkleinerer hat, sondern (hoffentlich) einen Stabmixer, muss die Mandeln vorher hacken und dann kann es auch losgehen.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Zucchini - Möhren - Röllchen mit Minz - Marinade (tiereiweißfrei/ fast vegan)

So schmeckt die Sommerparty. Auch wenn der Sommer nun schon leider vorbei zu sein scheint, der nächste kommt bestimmt. Gemüsevorspeise mit dem Frischekick und dem "das ist ja mal was anderes" Effekt.
3 große, dicke Möhren * 3 gleichgroße - wie die Möhren - Zucchini * 5 frische Zweige Minze * 2 frische Zweige Zitronenmelisse * 1 Orange * ein ganz kleines Stückchen Ingwer * Chilipulver * 3 EL Honig - kalt geschleudert * unraffiniertes Meersalz * Pfeffer frisch gemahlen * Sonnenblumenöl - nativ

Möhren und Zucchini der Länge nach mit einem Sparschäler in Streifen schneiden. Die Streifen sollten eine Breite von 2 cm haben.
Streifen nebeneinander auf ein leicht eingefettetes Backblech legen und bei 180°C so lange backen bis die Streifen weich sind und sich biegen, also rollen lassen. Dauert im Schnitt 10 - 15 Minuten. Meistens brauchen die Möhren etwas länger.

Zucchini und Möhrenstreifen aufeinanderlegen und leicht einrollen. Nicht zu feste, sonst reißt das Gemüse. Außerdem soll ein wenig Platz für die Marinade sein.
Am besten mit einem Zahnstocher fixieren.

Die Orangenschale abreiben und den Saft auspressen.
Zusammen mit der Minze, der Zitronenmelisse, dem Ingwer und dem Honig in einem Alleszerkleinerer (ich habe ein ganz altes Moulinetten Schätzchen) pürieren. 
Mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.
  
Röllchen in eine verschließbare Dose (Tupperware AHOI) geben und mit der Marinade begießen. Deckel drauf und hin und her schütteln, so dass die Marinade alles benetzt.

Damit es richtig lecker schmeckt, die Röllchen über Nacht (oder Tag je nach Zeitrhythmus) ziehen lassen. Wenn Möglich zwischendurch immer mal wieder hin und her schütteln.

...und "Ahhhh, das ist aber mal was anderes!"

Penne mit Gorgonzola und Babyspinat

Das ist eine * einfach mal eben schnell was zu futtern * Variation von Nudeln. Ich liebe guten Gorgonzola (ohne tierisches Lab versteht sich) und damit ich mich nicht einfach so hineinlege gibt es die Variation mit den Nudeln. Einfach und schnell.

Nudeln nach Bedarf...
125 g Gorgonzola * 150 - 200 ml Sahne ohne Carragen * 100 - 150 g frischen Spinat - Babyspinat wenn möglich * 1/2 rote Chilischote * 1 Knoblauchzehe * 10 frische Basilikumblättchen * unraffiniertes Meersalz * Pfeffer aus der Mühle * Olivenöl - nativ * Parmesan nach Belieben - gehobelt

Nudeln nach Packungsanleitung kochen (ich habe leckere Kamutpenne genommen - ja, ja...ich weiß, auch Vollkornnudeln sind nicht 100 % vollwertig, aber besser als das weiße Zeug).

Gorgonzola und Sahne in einem Topf langsam erwärmen und unter gelegentlichem Rühren den Käse schmelzen lassen.

Chili und Knoblauch fein hacken und in etwas Olivenöl anbraten. 3/4 des Spinats hineingeben und mit andünsten, bis der Spinat bissfest ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. 

Basilikum in längere Streifen schneiden.

Die fertigen Nudeln mit dem Knoblauch-Spinat vermengen und den restlichen frischen Spinat und das Bsailikum kurz vor dem servieren unterheben.

Auf Tellern anrichten und dann die Gorgonzolacreme drauf verteilen. 
Mit Parmesan, vielleicht ein paar einzelnen Spinatblättchen und Chili dekorieren... und gerne noch einige Tropfen gutes Olivenöl drüberträufeln.

Gratinierter Aprikosen - Walnuss - Ziegenkäse

Damit hab ich bisher alle gekriegt. Geschmacklich *BOMBE* und dazu ein leckere Salat mit Gemüsevinaigrette der die "Süße Ziege" aufhält. Geschmacksexplosion für den Gaumen.


Gemüsevinaigrette
2 kleine, feste Tomaten * 1 kleine Zucchini * 1 (gelbe) Paprika * 100 ml weißen Balsamico *     200 ml Olivenöl - nativ * 1 EL Honig - kalt geschleudert * unraffiniertes Meersalz * Pfeffer

Essig, Öl, Salz und Pfeffer verrühren, bis sich das Salz gelöst hat - Salzmenge nach Geschmack.

Tomaten entkernen (Kerne für eine leckere Sauce benutzen) und in feine Würfel schneiden.
Ebenso mit der Zucchini und Paprika verfahren und alles unter das Essig-Öl mischen.

Passt zu allen Blattsalaten.

Ziegenkäse
Ziegenfrischkäserolle
Ungeschwefelte Trockenaprikosen
Walnüsse
Honig – kalt geschleudert

Ziegenkäse in ca. 1,5 cm große Scheiben schneiden pro Person 2 – 3 Stück.

Aprikosen und Nüsse fein hacken und so viel Honig zugeben
bis eine klebrige, nicht bröselige Masse entsteht.
Pro Frischkäsescheibe 1 Aprikose und 2 Walnüsshälften.

Die Masse auf dem Ziegenfrischkäse verteilen und leicht andrücken.

Ziegenkäse in eine Feuerfeste, leicht gefettete Form geben
und bei 180°C auf der obersten Schiene des Backofens unter Zunahme des
Backofengrills 5-8 Minuten gratinieren.

Der Ziegenkäse sollte leicht weich werden.

Auf dem Salat verteilen und sofort servieren.